Tansania & Sansibar
Reisebericht einer Inforeise für Gruppenleiter
nach Tansania vom 30.04. bis 10.05.10
Am Abend des 30.04. traf ich 14 gut gelaunte Mitreisende am Frankfurter Flughafen und wir traten die Reise nach Tansania an. Mit Zwischenstopps in Addis Abeba in Äthiopien und Mombasa in Kenia trafen wir am frühen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein und „afrikanischen Temperaturen“ in Arusha ein. Der Blick auf den Kilimanjaro blieb uns allerdings leider verwehrt. 
Nachdem wir in der wunderschönen, an die Kolonialzeit erinnernde Mountain Villa Lodge eingecheckt hatten, ging es auch schon weiter und wir fuhren zu der eindrucksvollen River Tree Lodge, in der schon so berühmte Menschen wie Johannes Rau und Roman Abramowitsch gewohnt haben.
Am nächsten Morgen machte dann die Regenzeit ihrem Namen alle Ehre und wir starteten unser Tagesprogramm bei strömendem Regen, aber gut gelaunt, in drei Jeeps. Und siehe da, im Laufe des Vormittags verzogen sich die Regenwolken und wir besichtigten u.a. die berühmte Lodge von Hardy Krüger bei wunderbarem Sonnenschein.
Am nächsten Tag ging es weiter an den Lake Manayara, wo wir sehr viele Tiere sehen konnten, u.a. jede Menge Affen, Giraffen und Gnus. Nach einer beeindruckenden Fahrt entlang des Grabenbruchs, die im Licht der am Nachmittag schon tief stehenden Sonne wunderschöne Panoramen bot, erreichten wir unseren zweiten Übernachtungsort in Karatu, die Bougainvillea-Lodge.
Am nächsten Morgen unternahmen wir eine beeindruckende Fahrt entlang des Randes des berühmten Ngorogorkraters und erreichten nach einem kurzen Halt an einem Massai-Dorf schließlich die Serengeti. Hatten wir bisher schon viele Tiere gesehen, erwartete uns hier ein unbeschreiblicher Anblick: Tausende Gnus und Zebras säumten unseren Weg. Kurz vor Erreichen des Eingangstors zum eigentlichen Nationalpark herrschte Aufregung in allen Jeeps: die ersten Löwen wurden gesichtet. Diese „Aufregung“ verblasste allerdings später angesichts eines Erlebnisses, das man so sicher nicht alle Tage sieht. Direkt neben der Schotterpiste, die uns zu unserer Lodge bringen sollte, wurden wir Zeuge, wie ein Sekretärvogel (ein überraschend großer Vogel) eine Schlange tötete und anschließend „genüßlich“ häutete und verspeiste, ein Anblick, der wahrlich nichts für zarte Gemüter ist. Der spontane Ausruf einer der Mitreisenden „jetzt brauche ich einen Schnaps“ und die ebenso spontane Antwort einer anderen Teilnehmerin „der Vogel sicher auch“ zeugte von dem besonderen Humor, der alle Teilnehmer dieser Reisegruppe auszeichnete.



Der nächste Tag stand ganz unter dem Thema „SAFARI". Bereits um 06.00 Uhr morgens ging es los, und neben einem tollen Picknick-Frühstück im Besucherzentrum des Parks umgeben von vielen niedlichen Klippschliefern war sicher einer der Höhepunkte der Morgensafari der Stopp am Hippo-Pool. In einem natürlich Schwimmbecken tummeln sich hier an die 400 Hippos, ein überwältigender Anblick. Außerdem konnten wir einen schlafenden Leoparden auf einem Baumast bestaunen und standen mit unseren Jeeps inmitten einer wahren „Stampede“ einer riesigen Herde Gnus und Zebras. Nach einer wohlverdienten Mittagspause auf der Lodge stand dann ein weiteres Highlight auf dem Programm, eine Nachmittagssafari incl. „Sundowner“ auf einem Felsen inmitten einer zauberhaften Landschaft, deren Schönheit schon beinahe unwirklich anmutete. Nach einem spektakulären Sonnenuntergang legten wir die letzten Kilometer in völliger Dunkelheit zurück, auch dies sicher ein unvergeßliches Erlebnis.
Am nächsten Tag verließen wir die Serengeti und fuhren zurück zum Ngorongorokrater, wo wir am Kraterboden eine weitere Pirschfahrt unternahmen und u.a. einen riesigen Löwen und viele wunderschöne Wildblumen sahen. Die überraschende Kälte am nächsten Morgen konnte unsere Laune nicht trüben, da besonders die mitreisenden Damen sich auf das für diesen Tag ausgegebene Motto freuten: SHOPPEN, auf einem Markt sowie bei einem Projekt für Behinderte, die wunderschönen Schmuck aus Abfallprodukten herstellen.
Mit Spannung erwartet wurde heute auch der Flug mit einer kleinen Maschine (19 Sitze) auf die Gewürzinsel Sansibar. Der Flug war relativ ruhig und spätestens beim Anblick der schneeweißen Strände der Insel und des in wunderschönen Türkisschattierungen schimmernden Wassers zählte nur noch ein Gedanke: Wir erreichen Sansibar. Schon beim Gang über das Rollfeld atmeten wir die feuchte Hitze dieser faszinierenden Insel ein. Ein kurzer Stopp in unserem schönen Strandhotel und schon ging es weiter zu einer ersten Erkundung der Stadt incl. Shoppingmöglichkeit (für alle Insider sage ich nur: „KETTEN“, „ARMREIFEN“).
Nach einem Drink in der berühmten Livingston Beach Bar erwartete uns dann etwas ganz Besonderes: ein Abendessen unter einem fantastischen Sternenhimmel auf einer wunderschönen Dachterrasse in einem alten Palazzo, ein weiteres, unvergeßliches Highlight dieser Reise.
Am nächsten Tag stand neben einer Fahrt an die Ostküste der Insel mit ihren bekannten Traumstränden auch der Besuch einer Gewürzplantage auf dem Programm, der uns natürlich auch dazu veranlasste, diverse Gewürze zu erwerben. Und dann hieß es auch schon Abschied nehmen: nach einem köstlichen Mittagessen mit Meerblick bei strahlendem Sonnenschein verließen wir die Trauminsel Sansibar und traten den Rückflug via Addis Abeba an. Ein wenig müde von der Reise, aber mit vielen wunderschönen Erinnerungen im Gepäck erreichten wir schließlich wieder Frankfurt und eine tolle Reise mit einer überaus harmonischen und humorvollen Reisegruppe ging zu Ende.
Kwa heri Auf Wiedersehen!
Kirsten Schlimm
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