1. Tag: Benvenuto in Italien, Transfer nach Catania
Flug Deutschland nach Catania, wo Sie schon erwartet und herzlich begrüßt werden. Transfer zu Ihrem Hotel und Abendessen. (A)
Drei Übernachtungen in Catania - Acireale
2. Tag: Ausflug Ätna, Zitrusplantage & Taormina
Europas mächtigster Vulkan, der Ätna oder „Mongibello“, wie die Sizilianer liebevoll ihren „Berg der Berge“ nennen, erwartet Sie am heutigen Vormittag. Durch Weingärten, karge Berglandschaften und erkaltete Lavaströme fahren Sie mit dem Bus hinauf in eine fremdartig anmutende Mondlandschaft in 1900 m Höhe.
Fakultativ können Sie von hier aus mit der Seilbahn bis auf ca. 2.500 m Höhe weiterfahren. Noch etwas höher hinauf geht es mit anschließender Jeepfahrt und Aufstieg zu Fuß. (Nur vor Ort gegen Aufpreis buchbar, Durchführung wetterabhängig.)
Am Fuße des Ätna besuchen Sie anschließend eine Zitrusplantage. In diesem fruchtbaren leicht hügeligen Gebiet gedeihen die Früchte vortrefflich. Bis zu viermal im Jahr werden Zitronen geerntet! Erfahren Sie mehr zum Anbau und genießen Sie Ihr Mittagessen an diesem schönen Ort.
Gut gestärkt fahren Sie weiter an die Küste nach Taormina, der „Perle des Ionischen Meeres“. Bummeln Sie über den malerischen Corso Umberto und trinken Sie einen Espresso in einem der vielen Straßencafés. In den zauberhaften Gässchen bieten sich immer wieder wunderbare Fotomotive an. Rückkehr zu Ihrem Hotel. (F, M)
3. Tag: Ausflug Noto, Mandel- und Olivenöl – Syrakus
Nach dem Frühstück fahren Sie nach Noto, unbestrittene Hauptstadt des sizilianischen Barocks. Bewundern Sie beim Gang durch die Straßen die prächtigen Bauwerke und reich verzierten Kirchen, die aus Steinen der Umgebung errichtetet wurden. Nicht umsonst hat die UNESCO 2002 Noto zum Weltkulturerbe erklärt!
Etwas außerhalb gelegen befindet sich ein Hof, auf dem Sie Mandel- und Olivenöl verkosten und sich an einen reichhaltigen Mittagsimbiss aus typischen, hausgemachten Spezialitäten erfreuen. In dieser Gegend sollen die meisten Mandelbäume Siziliens stehen.
Syrakus war die bedeutendste Stadt des antiken Sizilien. Bei Ihrer Besichtigungstour durch die Ausgrabungsstätten mit dem griechischen Theater, dem prachtvollen Altar von Herion II., dem römischen Amphitheater und der in den Fels gehauenen Höhle „Ohr des Dionysos“ fühlen Sie sich um Jahrtausende in der Geschichte zurückversetzt. Auf der Altstadtinsel Ortygia bewundern Sie die gewaltigen Überreste des Apollo-Tempels und den zu einer Kathedrale umgebauten Athena-Tempel. In der Fonte Aretusa, einer Süßwasserquelle, gedeihen die einzigen Papyrusstauden auf europäischem Boden!
Rückkehr zu Ihrem Hotel. (F, M)
4. Tag: Catania – Scilla – Capo Vaticano – Tropea
Catania, die zweitgrößte Stadt Siziliens, wurde durch den Vulkanausbruch 1669 und das katastrophale Erdbeben 1693 fast völlig zerstört. Darauf entstand nach Plänen des Architekten Giovanni Battista Vaccarini (1702-1768) eine Stadt mit Kirchen und Palästen im barocken Baustil des 18. Jahrhunderts, die heute noch vorzufinden sind. Die Verarbeitung des Lavagesteins als Baumaterial ist in Catania überall sichtbar: an Palästen, Wohnhäusern, Kirchen, als Straßenpflaster und am Hafen. Catania, so auch die "schwarze Stadt" genannt, gilt als Wirtschaftszentrum Siziliens. Versäumen Sie es bei Ihrem Rundgang durch die Altstadt nicht, dem Fischmarkt einen Besuch abzustatten!
Anschließend Fahrt nach Messina, wo Sie die Fähre nach Villa San Giovanni nehmen. Willkommen in Kalabrien! Fahrt entlang der faszinierenden Costa Viola zum Fischerort Scilla, der seinen Namen dem Meeresungeheuer Skylla verdankt, das hier in den Klippen gelebt und den Seefahrern aufgelauert haben soll. Bekannt ist Scilla heute für seinen traditionellen Schwertfischfang. Im verschachtelten Fischerviertel Chianalea mit seinen kleinen Gassen, dem Hafen und den zahlreichen charmanten Lokale ist die Fischer-Idylle perfekt.
Auf der Weiterfahrt Halt am Capo Vaticano. Von hier sieht man über das kristallklare, azurblau schimmernde Meer bis zu den Liparischen Inseln. Das Capo Vaticano gilt als das schönste Strand- und Küstengebiet Kalabriens. Am Kap der Propheten, so heißt es, sagten zu Zeiten der griechischen Antike die hier lebenden „vati“ (= Propheten) den Seefahrern ihre Zukunft voraus.
Ankunft in Tropea und kleiner Orientierungsrundgang. Abendessen im Hotel. (F, A)
Zwei Übernachtungen in Tropea.
5. Tag: Ausflug Pizzo & Zungri
Erstes Ziel des heutigen Tages ist die berühmte Grottenkirche Chiesetta di Piedigrotta mit ihren aus Tuffstein gehauenen Heiligenfiguren und Bibelszenen kurz vor Pizzo. Eisliebhabern dürfte Pizzo bekannt sein – hier wurde der „Tartufo“ erfunden.
Weiter geht es ins Landesinnere Richtung Zungri. Pünktlich zur Mittagszeit erreichen Sie eine familiengeführte Fattoria, wo Sie traditionelle kalabrische Spezialitäten genießen, wie die ‘Nduja‘ Wurst. Die pikante Streichsalami ist vielseitig einsetzbar: als Bruschetta-Aufstrich, in der Pastasauce, als Pizzabelag … Lassen Sie sich das Pastagericht „Fileja“ mit ‘Nduja‘ begleitet von einer Weinprobe schmecken!
Anschließend besichtigen Sie die Basilianer-Grotten, Höhlenwohnungen aus dem 12. bis 14. Jhd. Das kleine Museum von Zungri erzählt von der bäuerlichen Lebenskultur in den Höhlensiedlungen seit dem Mittelalter. Rückkehr zu Ihrem Hotel. (F, M)
6. Tag: Tropea - Reggio Calabria – Cefalù
Nach dem Frühstück Fahrt zur heimlichen Hauptstadt Kalabriens, Reggio Calabria. Imposant thronen die mächtigen Ruinen des Castello Aragonese über der Stadt. Die elegante Uferpromenade wurde von Gabriele D‘Annunzio als der schönste Kilometer Italiens bezeichnet. Hier zeugen Ruinen einer römischen Therme und Reste der griechischen Stadtmauer von der über 2.700 Jahre alten Geschichte Reggio Calabrias. Im Archäologischen Nationalmuseum bewundern Sie die berühmten, übermannsgroßen „Krieger von Riace“, die aus griechischer Zeit stammen. Die perfekte Ausgestaltung der Bronzestatuen ist faszinierend! Doch auch weitere Fundstücke aus dem 5. Jh. v. Chr. wie der Philosophenkopf und der Kopf des Basilea sind beachtenswert.
Mit der Fähre geht es dann zurück nach Sizilien. Fahrt nach Cefalù, ein charmantes Städtchen direkt an der Küste. Es lohnt sich so auf jeden Fall, auch wenn es schon spät geworden ist, nach dem Abendessen im Hotel der malerischen Altstadt mit ihren typisch engen, arabisch anmutenden Gässchen zumindest einen kurzen Besuch abzustatten. Für Frühaufsteher bietet sich dieser Besuch alternativ früh am nächsten Morgen vor Programmbeginn an. (F, A)
Eine Übernachtung in Cefalù.
7. Tag: Cefalú - Monreale – Palermo
Morgens Aufbruch nach Monreale, um die berühmte normannische Kathedrale zu besichtigen. Die Kathedrale repräsentiert die für Sizilien typische Symbiose aus romanischer, arabischer und byzantinischer Kunst. Das einmalige und beeindruckende Innere der Kathedrale ist reich an Mosaiken und Marmorverkleidungen. Beherrscht wird der Innenraum vom großen Mosaik des Christus als Pantokrator (Weltenherrscher). Die Kathedrale war ursprünglich Teil eines größeren Gebäudekomplexes, der u.a. ein Benediktinerkloster umfasste.
Weiter geht es in das nahegelegene Palermo. Prunkvolle Paläste und eindrucksvolle Monumente erwarten Sie und erzählen noch heute von der Kultur der Araber, Normannen und Hohenstaufen Bei Ihrem Bummel durch die Altstadt besuchen Sie auch einen Markt, eine wunderbare Gelegenheit, sich mit etwas Proviant zu versorgen, auch wenn sonntags nicht alle Stände geöffnet sind. Sie besichtigen die imposante Kathedrale, die für Deutschland zudem eine besondere Bedeutung hat: Hier befinden sich u.a. die Gräber der Stauferkaiser Heinrich VI. und Friedrich II.
Check-in im Hotel und Abendessen. (F, A)
Eine Übernachtung in Palermo.
8. Tag: Palermo - „Libera Terra“ – Agrigent
Seit 1982 gibt es in Italien ein Gesetz, das es dem italienischen Staat ermöglicht, Mitglieder der Mafia zu enteignen. Ein weiteres Gesetz ermöglicht es, diese Güter Sozialkooperativen zur Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen. Häufig sind die Ländereien in einem Zustand völliger Verwahrlosung und müssen für die landwirtschaftliche Nutzung erst wiederhergestellt werden. Mit der Arbeit auf diesen Gütern soll vor allem jungen Menschen eine legale Arbeitsperspektive geboten werden. Die Arbeitslosenquote für junge Menschen ist sehr hoch und 30% der Familien auf Sizilien haben ein Einkommen von weniger als 500€ im Monat.
Bei Corleone besuchen Sie ein derartiges Gut und erfahren mehr über die Geschichte wie auch über Anbau und Vertrieb „mafiafreier“ Bioprodukte. Hierbei handelt es sich um hochwertige, kontrolliert biologisch angebaute Weine, Nudeln, Tomatensauce, Gebäck und Feinkostspezialitäten. Überzeugen Sie sich bei Ihrem Mittagessen selbst von der Qualität!
Weiterfahrt nach Agrigent. Bevor es in Ihr Hotel geht, steht aber noch ein besonderer Besuch auf Ihrem Programm, die Girgentana-Ziegen erwarten Sie bereits. Diese hier heimische Ziegenart mit ihren spiralig nach innen gewundenen Hörner war schon fast ausgerottet - aufgrund des Interesses von Zoos und von Organisationen zur Erhaltung der landwirtschaftlichen Biodiversität haben sich die Bestände glücklicherweise wieder erholt. Eine ähnliche Art wie diese gibt es weltweit nur noch in Afghanistan. (F, M)
Zwei Übernachtungen im Raum Agrigent.
9. Tag: Ausflug Agrigent
Nahe der Küste befindet sich das berühmte „Tal der Tempel“, das zum UNESCO-Welterbe zählt. Hier schreibt jeder Stein Geschichte. Von den fünf griechischen Tempeln entlang der antiken Stadtmauer ist der Concordia-Tempel der besterhaltene und imposanteste. Der dorische Herkules-Tempel stammt aus dem 6. Jh. v. Chr., und der Jupiter-Tempel erinnert an den Sieg der Griechen über die Karthager.
Nach so viel Geschichte kommt der Besuch eines Bio-Obsthofes gerade recht - Mandeln, Pistazien, Zitronen und Oliven werden hier angebaut. Die Mandelblüte in dieser Gegend gilt als einzigartig! Sie verkosten Mandeln, verschiedene aromatisierte Olivenöle mit warmen hausgebackenem Brot und drei Käsesorten der Region. Das nahtlos daran anschließende Mittagessen umfasst einen Gemüsekuchen in Blätterteig, „Salsiccia al Vino“ (Sizilianische Wurst in Wein gebraten), Salate, Kuchen mit hausgemachten Marmeladen, Wasser, Wein und Kaffee.
Auf der Führung über das Anwesen erfahren Sie mehr über die besonderen Anforderungen der verschiedenen Obstbäume zur Pflanzung, Pflege, Ernte und Weiterverarbeitung. Rückkehr zu Ihrem Hotel. (F, M)
10. Tag: Agrigent - Piazza Armerina – Catania – Heimreise
Eine schöne Reise neigt sich dem Ende zu …. Auf der Fahrt zum Flughafen Catania Halt bei Piazza Armerina. Zwischen Fichten- und Eukalyptuswäldern tauchen die eindrucksvollen Ruinen der Villa del Casale auf, eine der schönsten Patriziervillen aus der Zeit der römischen Kaiser. Bekannt ist sie für ihre sehr gut erhaltenen, bezaubernden Fußbodenmosaike, die sich auf einer Fläche von über 3.500 m² erstrecken. Die gesamte spätrömische Anlage gehört seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Ungefähr 40 km vor Catania gilt es ein letztes Mal, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Sie besuchen einen landwirtschaftlichen Bio-Betrieb, der Valencia Orangen, Mandeln, alte sizilianische Getreidesorten, Olivenöl und Artischocken anbaut – und Ragusana Esel züchtet, eine Großeselrasse, der man seine Abstammung vom Pferd deutlich ansieht. Verschiedenste Produkte aus Eselsmilch werden hier hergestellt. Lassen Sie sich bei Ihrer Führung durch den Betrieb die Produktionstechniken erklären. Auch das Melken eines Esels will gelernt sein. Sie verkosten frische Eselsmilch, Bruschetta mit Extra-Vergine Oliven-Öl und Honig und stärken sich für die Heimreise mit verschiedenen regionalen Produkten.
Transfer zum Flughafen und Heimflug. (F, M)