1. Tag (Di., 17.11.2026): Flug nach Madrid – Ávila – Plasencia
Gemeinsam fliegen wir am Vormittag von Frankfurt nach Madrid. Fahrt gen Westen und Halt bei einem Restaurant – das späte Mittagessen kommt wie gerufen und eignet sich perfekt für ein erstes Kennenlernen.
Nur ein paar Schritte entfernt ein Aussichtspunkt mit Blick über Ávila. Berühmt ist die eindrucksvolle UNESCO-Stätte Kastiliens für ihre vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer und ihr spirituelles Erbe als Wirkungsort der heiligen Teresa von Ávila. Für eine Besichtigung haben wir leider keine Zeit, die Extremadura wartet auf uns. Vielleicht beim nächsten Mal?
Weiterfahrt nach Plasencia und Zimmerbezug. Die zentrale Hotellage macht es uns einfach, bei einem Bummel am Abend einen ersten Eindruck der charmanten Altstadt zugewinnen. (M)
Eine Übernachtung in Plasencia.
2. Tag (Mi., 18.11.2026): Plasencia – Cáceres
Wie viel Geschichte sich in Plasencia auf engstem Raum verbirgt, erfahren wir bei der Stadtführung am Vormittag. Ungewöhnlich das Kathedralen-Ensemble: Die alte romanisch-gotische Kathedrale vereint mit der monumentale neuen Kathedrale aus der Renaissance – ein seltenes architektonisches Nebeneinander.
Wir fahren weiter nach Cáceres, eine der best erhaltenen mittelalterlichen Städte auf der Iberischen Halbinsel. Hinter wuchtigen Mauern entfaltet sich ein einzigartiges Ensemble aus romanischen, gotischen und Renaissance-Palästen, schmalen Gassen und wehrhaften Türmen, das wie eine Zeitreise ins Spanien der Reconquista wirkt. Kein Wunder, dass die historische Altstadt seit 1986 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Wie es zu dem Beinamen „Enthauptete Hauptstadt“ kam, erfahren wir bei unserer Stadtführung. Abendessen im Hotel. (F, A)
Eine Übernachtung in Cáceres.
3. Tag (Do., 19.11.2026): Cáceres – Nationalpark Los Barruecos – Mérida
Zeit, der Natur der Extremadura unsere Aufmerksamkeit zu schenken. Fahrt in den Nationalpark Los Barruecos, ein außergewöhnliches Naturgebiet und wichtiges Vogelschutzareal, das vor allem durch seine bizarre Granitlandschaft geprägt ist. Bei unserer leichten Wanderung (ca. 2h) bewundern wir die rund geschliffenen Felsformationen, die „Bolones“, die verstreut zwischen flachen Seen und Feuchtgebieten liegen und so an eine natürliche Skulpturenlandschaft erinnern. Oben drauf – Storchennester! Weil Kamine und Kirchtürme fehlen, haben die Vögel auf den Granitblöcken ihre Kinderstuben eingerichtet - bodenbrütende Störche gibt es in Spanien nur in Los Barruecos!
Inmitten des Parks in einer ehemaligen Wollwaschanlage aus dem 18. Jh. befindet sich das Museum Vostell Malpartida, gegründet 1976 vom deutschen Fluxus- und Happeningkünstler Wolf Vostell - ein bewusst gewählter Kontrast zwischen industrieller Architektur, archaischer Landschaft und Avantgarde. Mittagessen im Museumsrestaurant. Anschließend fahren wir weiter nach Mérida, eine der bedeutendsten römischen Städte Spaniens. Die antiken Monumente liegen über das gesamte Zentrum verteilt und bilden ein großes archäologisches Ensemble, das seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Den nahezu vollständig erhaltenen römischen Tempel, auch Tempel der Diana genannt, schauen wir uns im Rahmen der Stadtführung genauer an. (F, M)
Zwei Übernachtungen in Mérida.
4. Tag (Fr., 20.11.2026): Jerez de los Caballeros & Zafra
Im Süden der Extremadura liegt das unaufgeregte charmante Städtchen Jerez de los Caballeros. Die Altstadt besticht durch verwinkelte Gassen, weiß getünchte Häuser und schöne Ausblicke über die weite Landschaft. Im Mittelalter prägten die Tempelritter die Stadt, Ursprung des Beinamens „de los Caballeros“ – Reste der Burg und der Stadtmauer erinnern bis heute daran. Auffällig sind die barocken Kirchtürme mit ihren bunten Keramikkacheln. Bei der Stadtführung besichtigen wir die Kirche San Bartolomé – sie gilt als architektonisches Highlight und darf so nicht fehlen. Bekannt ist Jerez zudem als Geburtsort des Entdeckers Vasco Núñez de Balboa, eine der schillerndsten Figuren unter den Konquistadoren. Als blinder Passagier gelangte er nach Mittelamerika, und erreichte durch den Dschungel des heutigen Panama eine Bergkette, von der aus er als erster Europäer von Amerika aus den Pazifik sah - der Beweis, dass zwischen Atlantik und Asien ein weiteres Meer liegt, entscheidend für spätere Weltumsegelungen (z. B. Magellan). Gedenkstätten und Denkmäler erinnern an den berühmten Sohn der Stadt, in Panama gilt er noch heute als Nationalheld, die Landeswährung trägt seinen Namen. Aber auch kulinarisch hat Jerez de los Caballeros etwas zu bieten – die Stadt gilt als die Wiege des berühmten „Jamón Ibérico“. Die Dehesa, die lichte Weidelandschaft mit Kork- und Steineichen, ist der Lebensraum des Iberischen Schweins. Eine Kostprobe dieses schmackhaften Schinkens lassen wir uns natürlich nicht entgehen.
Das zauberhafte Zafra überrascht dagegen mit fast andalusischem Flair, was zu dem Beinamen „das kleine Sevilla“ führte. Rund um die beiden historischen Plätze Plaza Grande und Plaza Chica entfaltet sich ein lebendiges Altstadtensemble mit Arkadengängen, verwinkelten Gassen, weiß getünchten Häusern, kleinen Geschäften und gemütlichen Cafés. Im Mittelalter entwickelte sich Zafra zu einem wichtigen Handelszentrum an der Route zwischen Sevilla und dem spanischen Binnenland. Davon zeugt der imposante Palacio de los Duques de Feria, eine wehrhafte Schlossanlage, die heute als stilvoller Parador genutzt wird und das Stadtbild prägt.
Am Abend sind wir zurück in Mérida, wo uns das Abendessen bereits erwartet. (F, A)
5. Tag (Sa., 21.11.2026): Mérida – Medellín – Trujillo
Wir verlassen Mérida - Trujillo erwartet uns, die bedeutendste Konquistadorenstadt Spaniens – zahlreiche Entdecker und Eroberer der Neuen Welt stammen von hier, darunter Francisco Pizarro, der Eroberer des Inkareichs.
Stopp in Medellín, malerisch am Ufer des Río Guadiana gelegen mit einer markanten Silhouette aus Burg, Kirche und Brücke. Von hier stammt der Konquistador Hernán Cortés, der Eroberer des Aztekenreichs. So findet man in Mexiko nahe Veracruz mit Medellín de Bravo das Pendant, das größere und bekanntere kolumbianische Medellín hat keinen Bezug zum spanischen Medellín. Mit seiner ruhigen Atmosphäre und der reizvollen Lage bietet Medellín zudem einen authentischen Einblick in das ländliche Herz der Extremadura – der perfekte Zwischenstopp.
Nahe Trujillo befindet sich die Weinkellerei Habla, der wir einen Besuch abstatten und bei einer Weinprobe herausfinden, inwiefern dieser unbekanntere, rustikale Wein mit den großen Namen wie La Rioja mithalten kann.
Mit Ankunft in Trujillo Stadtführung. Ein wahres Schatzkästchen ist Trujillo, es braucht den Vergleich mit Rothenburg ob der Tauber o.Ä. nicht zu scheuen. Neben dem eingangs erwähnten Francisco Pizarro stammt u.a. auch Francisco de Orellana von hier, der als erster den gesamten Amazonas bis zum Atlantik befuhr. Viele der geraubten Reichtümer brachten die Konquistadoren mit zurück in die Heimat und verschönerten damit ihre Stadt, was sich bis heute in den herrschaftlichen Adelshäusern widerspiegelt. Abendessen im Hotel. (F, A)
Eine Übernachtung in Trujillo.
6. Tag (So., 22.11.2026): Trujillo – Toledo
Ja, Toledo gehört nicht zur Extremadura, es wäre aber eine Sünde, diese Stadt einfach links liegen zu lassen, wo sie doch quasi auf dem Weg liegt. Nach dem Frühstück brechen wir auf zur "Stadt der drei Kulturen" - über Jahrhunderte hinweg lebten hier Christen, Juden und Muslime zusammen und prägten das Stadtbild, die Altstadt ist so ein einzigartiges Ensemble aus Kirchen, Synagogen und Moscheen und seit 1986 UNESCO-Weltkulturerbe. Stadtführung mit Besichtigung der gewaltigen gotischen Kathedrale und dem El-Greco-Museum. Die ehemalige Hauptstadt Spaniens war die Wahlheimat des bedeutenden Künstlers, der eine Brücke zwischen Renaissance und Barock schlug sowie Picasso und andere Expressionisten beeinflusste. Abendessen im Hotel. (F, A)
Eine Übernachtung in Toledo.
7. Tag (Mo., 23.11.2026): Toledo – Madrid – Heimflug
Ein letztes gemeinsames Frühstück, dann gilt es die Koffer endgültig zu packen. Unser Bus bringt uns in das nahegelegene Madrid, wo uns in der Altstadt etwas freie Zeit zur Verfügung steht. Bummel durch die Gassen, ein kurzer Blick ins weltberühmte Prado-Museum, Shopping oder … - diesen Programmpunkt kann jeder nach seinem Geschmack gestalten. Gemeinsam geht es dann um die Mittagszeit in einer Panorama-Rundfahrt zum Flughafen für unseren Heimflug. (F)
Vorbehalt
Änderungen im Programmverlauf (beispielsweise wetterbedingt) behalten wir uns vor.